Sunday, February 5, 2012

Disney’s Bambi kommt aus Österreich

November 23, 2009 by Sonia Laszlo  
Filed under Books, CULTURE, FILM

Felix Salten ist der Autor eines der beliebtesten Märchens unserer Zeit: Bambi. Sehr wenige Leute wissen, dass er Wiener war und die Rechte an seinem Buch für etwa 5000 Dollar an Walt Disney verkaufte, als er in der während des zweiten Weltkriegs im Schweizer Exil lebte.

Disneys Version of Felix Saltens Book

Disney's Version of Felix Salten's Book

Der Bambi-Autor wurde 1869 als Siegmund Saltzmann geboren. Weil sein Vater verschuldet war, musste er die Mittelschule abbrechen und in einer Versicherungsgesellschaft arbeiten, um seine Familie zu unterstützen. In seiner Freizeit schrieb er Kurzgeschichten für Zeitungen wie Berliner Morgenpost, die Wiener Allgemeine Zeitung und die Neue Freie Presse.
Zur Jahrhundertwende war er in Wien ein guter Freund von Arthur Schnitzler, dessen Werk kürzlich durch die Adaption der „Traumnovelle“ durch Kubrick unter dem Titel „Eyes Wide Shut“ mit Nicole Kidman und Tom Cruise einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wurde.

Salten schrieb auch ein Buch mit einem deutlich sexuellen Inhalt: Josephine Mutzenbachter (1906), das ihm Weltruhm brachte, obwohl er es unter einem Pseudonym geschrieben hatte. Schnitzler und Salten gehörten zu der Gruppe von Künstlern wie Stefan Zweig, Ödon von Horvath und Hugo von Hoffmannsthal, die den „jungen Wiener Kreis“ bildeten und sich regelmäßig im Wiener Café Griensteidl trafen.
Aufgrund einer Einladung der Carnegie Foundation reiste Salten 1930 in die USA und veröffentlichte danach seine Eindrücke: „Fünf Minuten Amerika“.
Von 1927 bis 1933 war er Präsident des österreichischen P.E.N Clubs. Kontroversen gab es als er 1933 mit einer nationalsozialistischen Delegation in Dubrovnik zusammenarbeitete. Er heiratete die Schauspielerin Ottilie Metz und hatte zwei Kinder, Paul und Anna. Wahrscheinlich hatte er die Idee für Bambi, (welcher Name auf dem italienischen Wort für Kind beruht – Bambino,) während eines Urlaubes in den Alpen.

Der Disney-Trickfilm, der 1942 herauskam, soll Walt Disneys liebster Film aller Zeiten gewesen sein. Er verursachte einige Kontroversen bei seinem Kinostart, vor allem als die American Rifleman’s Association einen offenen Brief gegen die Darstellung der Jäger in dem Film schrieb und darin den Film „eine Beleidigung amerikanischer Sportler“ nannte. Auch heute bleibt der Film ein Klassiker. Am Anfang dieses Jahres veröffentlichte Disney eine Platinum DVD Ausgabe des überarbeiteten Bambi mit einer Vielzahl von Bonus-Eigenschaften. Eine weitere Ehrung des Films stellte die Vorführung und die anschließende Diskussion unter der Leitung von Leonard Maltin in der Academy of Motion Arts and Sciences Mitte Juni dar.
Salten selbst sah nie viel von dem Geld, das mit seinem Werk verdient wurde. Seine Tochter Anna erneuerte den Lizenzvertrag im Jahr 1954 und erreichte eine zufriedenstellende Übereinkunft mit Disney.
Nach ihrem Tod wurden die Rechte von ihrem Ehemann an Twin Books verkauft. Er und seine Tochter Lea gründeten die internationale Charity Ropka (tibetisches Wort für Hilfe), die sich auf Hilfe für tibetische Frauen konzentriert.

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Comments

2 Responses to “Disney’s Bambi kommt aus Österreich”
  1. etermams says:

    huh… thanks for the text!

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