Deutscher Filmstudent Oscar-nominiert
May 17, 2010 by Andreas Fuchs
Filed under Film News (German)
Unter den fünf Finalisten für den Auslands-Ehrenpreis der 37. Student Academy Awards befindet sich Martin Schreier von der Filmakademie Baden-Württemberg. “The Night Father Christmas Died” qualifizierte sich unter einer neuen Rekordzahl von 61 Einreichungen aus 36 Ländern. Nach „Nimmermeer“ von Toke Constantin Hebbeln (2007) ist dies der achte Beitrag seit Bestehens der Ludwigsburger Filmhochschule, der es in die Endrunde im weltweit wohl bedeutendsten Nachwuchswettbewerbs geschafft hat.
Die weiteren nominierten Studentenfilme in der Gruppe kommen aus Schweden (“Janna & Liv”, Therese Ahlbeck, Dramatiska Institutet) und Slovenien (“Trieste Is Ours”, Ziga Virc, University of Ljubljana). Das Vereinigte Königreich ist mit “The Confession” von Tanel Toom (National Film and Television School) und “The Road Home” von Rahul Gandotra, (London Film School) doppelt vertreten.
Am 17. Mai gab die Academy bekannt, daß der Honorary Foreign Film Award an den britischen Beitrag “The Confession” gehen wird. Die Vergabe erfolgte am 12. Juni im Samuel Goldwyn Theater der Academy in Beverly Hills.
Die englischsprachige Meldung mit weiterführenden Informationen finden Sie hier.
Die Filmakademie teilte weitere Einzelheiten mit:
Der Episodenfilm von Martin Schreier (Drehbuch, Regie und Schnitt), Michael Timmers (Montage/Schnitt), Markus Nestroy (Kamera), Daniel Elias Brenner (Musik), Anna Luise Weinkamm (Szenenbild), Tonio Freitag (VfX) sowie Sebastian Sawetzki und Benjamin Munz (Producer) mit Maximilian Vetter (Produktionsleitung) erzählt von drei einsamen Menschen, die in der Weihnachtsnacht zusammentreffen: Richard versucht als verkleideter Weihnachtsmann am Heiligabend Nähe und Zuwendung bei fremden Familien zu finden. Sascha, eine erfolgreiche Sängerin, leidet darunter, dass sich niemand für den Menschen hinter dem Star interessiert. Ivan, ein russischer Auftragskiller, muss weit entfernt von der geliebten Heimat seine Morde ausführen. Am Weihnachtsabend kreuzen sich die Wege dieser drei einsamen Seelen durch ein tragisches Unglück.
Der 1980 in Kronberg im Taunus geborene Martin Schreier arbeitete schon während seiner Schulzeit bei diversen Film-, TV- und Werbefirmen als Praktikant und Freelancer und realisierte parallel eigene Kurzfilmprojekte. Quasi in einem Tonstudio groß geworden, kam er schon früh in Kontakt mit Künstlern wie Falco oder Boney M. Seit Oktober 2006 studiert Schreier im Studiengang Regie/Szenischer Film an der Filmakademie Baden-Württemberg.
„The Night Father Christmas Died“ lief in diesem Jahr bereits auf dem renommierten Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken und gewann einen Caligari-Award des Fördervereins der Filmakademie.
Der Studenten-Oscar wurde erstmals im Jahr 1972 vergeben. Geehrt werden jeweils ein ausländischer und ein US-Nachwuchsregisseur. Martin Schreiers „The Night Father Christmas Died“ ist der einzige deutsche Kandidat, der in diesem Jahr ins Rennen um die Auszeichnung geht. Aus deutschen landen waren sieben Beiträge eingereicht worden. Zu den deutschen Mitbewerbern gehörten Absolventen von Film- und Kunsthochschulen in Köln, Berlin, Potsdam-Babelsberg und München.
No related posts.
Related posts brought to you by Yet Another Related Posts Plugin.
Print This Post
Twitter
Facebook



